Excellence in every moment

Gerade zurück aus dem sonnigen Dubai, steht bereits das nächste große Fußballspiel in der Türkei auf der Agenda des langjährigen FIFA-Schiedsrichters und Sportpsychologen Tobias Stieler. Von Sportlern über Trainer und Mannschaften bis hin zu Schiedsrichtern – genau diese Menschen begleitet er auf dem Weg zu ihrer Entscheidung: Excellence und für ihre Höchstleistung. Dass Drucksituationen, Selbstzweifel und Niederlagen in der Sportbranche unumgänglich sind, hat Tobias Stieler selbst erfahren. Dennoch ist er fest davon überzeugt, dass sich aus Misserfolgen und dem Scheitern etwas Gutes erzielen lässt, immer nach dem Motto: Excellence in every moment. Welche Erfahrungen dieses Mindset in ihm verankert haben, erzählt er in einem persönlichen Gespräch.
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| Tobias Stieler

Seit mittlerweile 26 Jahren ist Tobias Stieler als Fußball-Schiedsrichter im Einsatz. Bevor er im Jahr 2014 zum FIFA-Schiedsrichter aufstieg, stand nicht nur diese Veränderung vor der Tür. Von 2011 bis 2013 war Tobias Stieler als Rechtsanwalt bei Hogan Lovells International LLP im Fachbereich Arbeitsrecht tätig. Dass dies nicht seinem zukünftigen Werdegang entsprechen sollte, war ihm im Laufe der Zeit zunehmend bewusst geworden.

„Tell me and I forget, teach me and I may remember, involve me and I learn.“ Benjamin Franklin

Die Hogan Lovells International LLP ist eine Wirtschaftskanzlei, in welcher Tobias Stieler über zwei Jahre als Rechtsanwalt tätig war und aufgrund des wirtschaftlichen Schwerpunkts stets die Seite der Arbeitgeber vertrat. „Ein einschneidendes Erlebnis hatte ich genau in diesem Zusammenhang, als mein Chef und ich gemeinsam mit einem Betriebsrat, der immer auf der Seite der Arbeitnehmer steht, über die Schließung einer Abteilung verhandeln mussten“, erzählt Tobias Stieler und führt weiter aus: „Am Ende der Verhandlungen ging es darum, wer der Belegschaft dieses Ergebnis präsentiert.“ Normalerweise informiert der Anwalt des Betriebsrates die Mitarbeiter. Doch in diesem Fall kam es anders, wie Tobias Stieler erzählt: „Plötzlich hat mich der Betriebsratsvorsitzende gefragt, ob ich das nicht machen könnte – sehr zur Freude meines Chefs.“ Für einen „Gegner-Anwalt“ gebe es kein größeres Kompliment, denn in diesem Moment schenkte der Vorsitzende Tobias Stieler sein gesamtes Vertrauen. Und die Worte seines Chefs „So etwas habe ich noch nie erlebt“ sind ihm noch lebhaft in Erinnerung.

„The impediment to action advances action. What stands in the way becomes the way.“ Marcus Aurelius

Ein weiteres einprägsames Ereignis folgte ebenfalls während seiner Anwaltskarriere, ist der Job in dieser Branche doch häufig mit viel Schreibarbeit, Recherche und intensiver Zeit am Rechner verbunden. „Irgendwann bekam ich den Auftrag, ein Gutachten für einen Mandanten zu schreiben. Letzten Endes arbeitete ich drei Tage daran, um ihm ein dreißigseitiges Dokument schicken zu können“, beginnt Tobias Stieler seine Erzählung und ergänzt: „Die Antwort, die ich daraufhin erhielt, war sehr ernüchternd: Vielen Dank, das war sehr ausführlich.“

Im Laufe der Zeit stellte Tobias Stieler sich immer häufiger die Frage, ob er in diesem Beruf weiterhin arbeiten möchte. „Mir geht es in erster Linie darum, etwas Nachhaltiges in Verbindung mit und für den Menschen zu tun“, erklärt Tobias Stieler. Er wollte zukünftig lieber eine Tätigkeit ausüben, bei der er Menschen inspirieren, bewegen und begleiten kann. Genau aus diesem Grund entschied er sich im Jahr 2013 für ein Psychologiestudium an der Medical School in Hamburg und beendete seine Karriere in der Anwaltskanzlei.

„While the greats master the body, the greatest master the mind.“ Lebron James

Nachdem er seinen Bachelor of Science erfolgreich absolviert und bereichernde Erfahrungen gesammelt hatte, stellte er für sich immer mehr fest, dass diese berufliche Richtung seine Bestimmung sein würde. „Ich habe anschließend erstmal mit dem Master of Science in Klinischer Psychologie angefangen und relativ schnell festgestellt, dass dies nicht ganz der Sparte entsprach, in der ich meine Zukunft sah. Vielmehr sind es (Leistungs-)Sportlerinnen und -sportler, die ich begleiten und auf ihrem Weg zur Höchstleistung unterstützen möchte“, bekräftigt Tobias Stieler.

Im Jahr 2019 schrieb er sich aufgrund dieser Erkenntnis für ein Sportpsychologiestudium an der BSP Business & Law School in Berlin ein und schloss dieses 2 Jahre später erfolgreich ab. Mit der Zeit bestätigte sich seine Entscheidung zunehmend, wie er begeistert erzählt: „Ich habe schnell gemerkt, wie faszinierend die Psychologie und der Mensch in all ihren Facetten sind. Ich empfinde es als extrem befriedigend, wenn Menschen mir ihr Vertrauen schenken – egal ob im beruflichen oder privaten Kontext.“ Für den Sportpsychologen sind Vertrauen, Wertschätzung und Akzeptanz sehr wichtig: „Wenn mir ein anderer Mensch etwas von seinen inneren Einstellungen erzählt, liegt darin ein Wert für mich. Ich möchte ihn verstehen, ohne zu bewerten. Unsere erste Reaktion auf Erzählungen von Menschen ist meist eine sofortige Beurteilung, aber kein Verständnis. Ich möchte genau verstehen, was meinem Gegenüber seine Aussage bedeutet.“

Durch das Studium und die Weiterbildungen als systemischer Coach sowie in motivierender Gesprächsführung hat er zudem gelernt, genauer hinzuhören. „Leider ist richtiges Zuhören in der heutigen Gesellschaft nur sehr selten gegeben. Stephen R. Covey hat diese Tatsache ganz gut auf den Punkt gebracht, indem er sagte: ‚Die meisten Menschen hören nicht zu, um zu verstehen, sondern, um zu antworten’“, schildert Tobias Stieler und ergänzt: „Doch genau das möchte ich in der Zusammenarbeit mit meinen Klienten ändern. Jemandem wirklich zuhören und in sein Bezugssystem mitfühlend eintreten, ist die Basis meiner Arbeit und zugleich wertvoll und extrem wichtig für eine Weiterentwicklung oder Veränderung.“

„I never lose. I either win or I learn.“ Nelson Mandela

Aufgrund seines persönlichen sportlichen Hintergrunds als FIFA-Schiedsrichter weiß Tobias Stieler nur zu gut, dass die Leidenschaft zum Sport nicht immer mit positiven Gefühlen verbunden ist: „In der Zusammenarbeit mit meinem Gegenüber ist es natürlich mein Ziel, dieses zu optimieren und weiterzuentwickeln. Doch auch ‚Leid’ steht in enger Verbundenheit zur Leidenschaft, es steckt ja bereits im Wort drin. Und natürlich wirkt sich das auf den Betroffenen aus, im schlimmsten Fall sehr negativ.“ Für ihn steht es an erster Stelle, ebendiesen Prozess des „Leidens“ sowie die damit einhergehenden Auswirkungen mit seinen Klienten in den Griff zu bekommen. Doch dieser Aspekt ist nicht die einzige Herausforderung eines Schiedsrichters, wie Tobias Stieler aus Erfahrung erzählt: „Wir Schiedsrichter sind quasi unsichtbar, zwar Teil des Spiels, aber eben nur indirekt involviert. Sichtbar werden wir erst, wenn wir eine Entscheidung getroffen haben. Anschließend wird über uns gerichtet, von den Fans, Vereinen und Medien. Fehler sind dabei omnipräsent und haften der Rolle des Schiedsrichters an.“ Fehlentscheidungen, Niederlagen und Scheitern sind Kernthemen, die im Sport, aber auch in der Business-Welt immanent sind – der richtige Umgang damit ist entscheidend: „Statt den Misserfolg als etwas Unangenehmes zu sehen, das man am liebsten schnellstmöglich vergessen möchte, sollten wir ihn vielmehr als Chance begreifen, um zu wachsen.“

„You could be good today. But instead you choose tomorrow.“ Marcus Aurelius

Für Tobias Stieler ist jeder Mensch einzigartig. So sieht er seine Verantwortung und seinen Anspruch darin, diesen in seiner Individualität zu fördern und zu fordern. Dabei ist es seine bedingungslose und positive Wertschätzung sowie die eigene Gelassenheit, welche die Zusammenarbeit mit dem Sportpsychologen prägen und stützen.

„Mein Ziel ist es, den Menschen besser zu machen und ihn zu inspirieren, immer nach dem Motto: Excellence in every moment“, betont Tobias Stieler und ergänzt: „Und natürlich möchte ich den Menschen auf eine gewisse Art und Weise auch etwas zurückgeben.“ Aus diesem Grund engagiert er sich ehrenamtlich in einem gemeinnützigen Unternehmen, das Jugendlichen im Alter von 14-25 einen Krisenchat zur Verfügung stellt, in dessen Rahmen sie beraten und begleitet werden. Zudem lässt er sich gerade in der Sterbebegleitung ausbilden, um in einem Kinder-Hospiz in Hamburg tätig werden zu können. „Das ist eine Herzensangelegenheit von mir. Menschen bei solch schweren Schicksalsschlägen zu belgeiten und zu unterstützen, ist bereichernd, sinnstiftend und vor allem führt es mir vor Augen, was wirklich wichtig im Leben ist.“


Tobias Stieler

Entscheidung: Excellence – für deine Höchstleistung
Nervosität, Selbstzweifel und Versagensängste vor Spielen oder Wettkämpfen sind normal und nur wenige der Herausforderungen, mit denen Sportler regelmäßig zu kämpfen haben. Und auch wenn Niederlagen im Sport immanent sind, basiert die Zusammenarbeit mit Tobias Stieler auf dem Motto: Excellence in every moment.
 
Von Sportlern über Trainer und Mannschaften bis hin zu Schiedsrichtern – genau diese Menschen begleitet der langjährige FIFA-Schiedsrichter und Sportpsychologe Tobias Stieler auf dem Weg zu ihrer Entscheidung: Excellence. Seine Leidenschaft für den Sport und die Psychologie treiben ihn an, Höchstleistungen in beiden Welten miteinander zu vereinen. Als Begleiter und Veränderer steht er seinen Klienten zuverlässig, analytisch und ehrlich zur Seite – damit sie ihre persönlichen Ziele erreichen können, ihr Leben erfüllt leben und sich stetig weiterentwickeln.

www.tobiasstieler.de