Wie kann ich als Führungskraft wirksam sein, Dinge gestalten und positiv beeinflussen?

In vielen meiner Sparringstermine und Workshops mit Führungskräften bekomme ich diese Frage gestellt: „Wie kann ich als Führungskraft meine Rolle noch intensiver ausfüllen? Ich möchte Menschen und Projekte wirksam steuern und im Idealfall abends glücklich nach Hause fahren. Was brauche ich dafür?“
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Eine spannende Frage. Insbesondere in Zeiten, in denen wir enorm beansprucht werden und mit unserer Persönlichkeit überzeugen müssen – nicht nur mit Führungskompetenzen. Es gibt unterschiedliche Hilfsmittel, um die Frage „Wie kann ich als Führungskraft wirksam sein“ zu beantworten. Zum Beispiel das Reiss Motivation Profile®, das sich mit intrinsischen Motiven beschäftigt. Es ist äußert interessant herauszufinden, was uns selbst und die Menschen um uns herum antreibt, denn das bleibt meist unter der Wasseroberfläche verborgen. Wenn es bei Führungskräften um Wirksamkeit geht, dann müssen sie ihr Warum und Wofür kennen. Auf der Website rmp.eu habe ich unter dem Punkt „Leadership“ einen treffenden Text gefunden, der auf den Punkt bringt, was viele Führungskräfte derzeit erleben und den ich gerne mit Ihnen teilen möchte.

Ich will gemeinsam erfolgreich sein

Als der Staubsauger ertönte, schreckte ich auf und schaute mich um: Draußen war es dunkel und mal wieder waren nur die Putzkraft und ich noch am Arbeiten. Dabei hatte ich mir vorgenommen, nicht mehr jeden Abend allein hier zu sitzen. „Delegieren“ – wie einfach ist das gesagt und in schicke Ratgeber geschrieben? Was nützte mir das, wenn ich alles, was ich meinem Team delegierte, kontrollieren und die meiste Zeit nicht nur selbst nochmal machen, sondern oft sogar die aus der falsch gemachten Aufgabe drohende Konsequenz abwehren musste?

Warum machen die nicht einfach, was ich ihnen sage?

Dabei wollte ich doch Führungskraft sein. Wollte Einfluss nehmen, etwas bewegen, Ideen verwirklichen und mitgestalten. Nur: Mein Team bremste mich aus! Wie viele Visions-Workshops sollte ich noch mit ihnen machen, damit sie endlich mit mir, statt gegen mich arbeiteten? Und dann immer und immer wieder diese Diskutiererei. In einem Meeting hatte sich doch tatsächlich die Praktikantin gemeldet und gefragt, ob das gerade besprochene Vorgehen denn überhaupt sinnvoll sei.

So erreiche ich meine Ziele nicht

Da fragte ich mich: Wenn sie doch alles besser wussten, warum machten sie es nicht? Warum übernahmen sie nicht die Verantwortung und trugen dann aber auch die Konsequenzen? Aber nein, gerade wenn es um Konsequenzen ging, stand ich wieder an vorderster Front und bekam alles ab. Und am Ende meinten wieder alle, es von vornherein besser gewusst zu haben – vielen Dank auch. Das stand mir echt hier oben.

Wie führe ich fünf unterschiedliche Generationen gleichzeitig?

Ich war endlich in der Position, Entscheidungen treffen zu können, aber hatte gleichzeitig so wenig Kontrolle über das, was passierte, wie nie zuvor. Fünf Generationen gleichzeitig zu führen war für mich so gut wie unmöglich. Jeder wollte anders angesprochen werden: der eine fühlte sich verletzt von dem, worüber die Kollegin neben ihm lachte. Ich war in meiner Abteilung Kindermädchen, Psychologe und Controller in einem – und zwar von einer Sekunde auf die andere. Und trotzdem lief der Laden nicht!

Diese und ähnliche Geschichten höre ich oft in meinen Coachings, wenn ich mit Führungskräften und Inhabern spreche. Sie haben meist die gleichen Herausforderungen, oder wie ich es gerne nenne, Kittelbrennfaktoren, die Punkte, bei denen es zur Sache geht und die der Wirksamkeit meist im Weg stehen. Doch schauen wir, wie der Text weitergeht. 

Es war noch nie so einfach!

Heute ist das anders. Ich weiß jetzt, was meine Führungsidentität ist, was mich ausmacht und wie ich für mich artgerecht führe. Ich habe verstanden, dass ich anders bin als die Menschen, die ich zu führen habe. Heute fühle ich mich kompetent, meine Projekte sind erfolgreich, weil mein Team endlich zusammenarbeitet.

Ich habe den Code gefunden, um die Herausforderung Führung zu meistern!

Aha-Momente: „Jetzt erkenne und verstehe ich.“

Ein guter Freund von mir hat mal gesagt: „Führung ist kein einfaches Unterfangen. Unvollkommene Menschen in unvollkommenen Organisationen mit unvollkommenen Prozessen sollen unvollkommene Menschen führen.“ Lassen Sie sich diesen Satz einmal auf der Zunge zergehen. Führung ist herausfordernd. Wenn wir jetzt darüber nachdenken, wie wir diese wirksamer gestalten können, bringt es das Reiss Motivation Profile® mit der Ausrichtung auf intrinsische Motivation auf den Punkt. Ich setze es oft in meiner Arbeit ein, denn es führt zu einem Aha-Effekt. Plötzlich fällt es vielen wie Schuppen von den Augen „Aha, so ticke ich. Das ist der Grund, warum ich so reagiere und im Denken, Fühlen und Handeln so interagiere. Jetzt erkenne und verstehe ich.“ Wenn wir wirksam sein wollen, müssen wir verstehen, wer wir sind. Nur, wenn ich weiß, wer ich bin, weiß ich, was ich zu kommunizieren habe und wie ich richtig entscheide.

Führungsfachkompetenzen allein machen nicht wirksam

Haben wir ein Verständnis für uns selbst, dann fällt es leichter dieses auch für andere zu haben. Ich rate Führungskräften dazu, mit ihren Teams und/oder wichtigen Mitarbeitenden ein Reiss Motivation Profile® zu machen. Dadurch verstehen sie besser, mit wem sie es zu tun haben – in Projekten, in Meetings, in der Zusammenarbeit. Jeder Mensch ist anders und Führung ist im Laufe der Zeit nicht einfacher geworden. Im Gegenteil, sie ist heute deutlich individueller und komplexer. Wenn wir wirksam sein wollen, müssen wir uns nicht in erster Linie mit Führungsfachkompetenzen auseinandersetzen, sondern mit uns selbst. Wer bin ich als Führungskraft? Was ist meine Rolle? Was ist mein Rollenverständnis? Was ist meine Führungsidentität? Wie ist die Art und Weise wie ich führe? Wie spielen meine Persönlichkeit und mein Charakter dort eine Rolle und wieviel Raum nehmen sie ein? Wann fühle ich mich als Führungskraft wirksam und wann bin ich glücklich?

Artgerecht in Zusammenhang mit Führung

Führungskräfte sind nicht grundlos in ihrer Position: sie wollen Dinge bewegen, voranbringen und positiv beeinflussen. Doch dabei geht es auch um die eigene Zufriedenheit. Im besten Fall finden Führungskräfte ihre echte Berufung, in dem was sie tun. Fehlt das, dann sind vielleicht der Ort, die Abteilung oder die Projekte nicht die richtigen. Hier kommt das Wort „artgerecht“ ins Spiel. Wer wirksam sein will, braucht ein Setting, Umfeld und Projekte, die artgerecht sind.


Fazit

Wirksamkeit in der Führung bedeutet: Ich muss mich selbst und meine Mitarbeitenden kennen und verstehen. Das Reiss Motivation Profile® hilft Führungskräften dabei, mit intrinsischen Motiven und dem Verstehen dahinter noch viel wirkungsvoller zu sein, in dem was sie jeden Tag tun und leisten.