Alle Wege führen zum Einkauf Erfahrungen aus 25 Jahren in einem der härtesten Beschaffungsmärkte weltweit

Tanja Dammann-Götsch hat mehr als 25 Jahre Erfahrung im internationalen Einkauf und die meisten davon in einem der härtesten Beschaffungsmärkte der Welt: dem Einkauf der Automobilindustrie. Im Jahr 2006 hat sich die Einkaufsexpertin auf diesem Sektor selbstständig gemacht. Sie berät namhafte Unternehmen, ist als Interimsmanagerin tätig und ausgewiesene Expertin für den Einkauf.
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| Tanja Dammann-Götsch

Weltweit unterstützt sie die Beschaffungsabteilungen der Großindustrie und ihre Zulieferer als Consultant und Interimsmanagerin. Sie kennt alle internationalen Standorte der Automobilbranche persönlich. Ob USA, Mexiko, China, West-, Mittel-, Ost- oder Südeuropa – die Unternehmerin weiß um die Ziele und Herausforderungen der Einkäufer. Ihre Mission: Den Einkauf zum Erfolgsfaktor in Unternehmen machen.

Der Weg
zum Einkauf

Schon zu Beginn ihrer beruflichen Karriere entwickelte Tanja Dammann-Götsch ihre Leidenschaft für den Einkauf. „Mein damaliger Mentor Klaus Klee, brachte mir das Thema näher und ich erkannte, wie viele Möglichkeiten mir der Einkauf bietet, um etwas zu bewegen“, erzählt Tanja Dammann-Götsch. Der Kontakt nach außen zum Markt, zu Lieferanten und nach innen zur Produktion, Logistik, Geschäftsleitung, zum Verkauf, zur Entwicklung und Qualitätssicherung faszinierten Tanja Dammann-Götsch und doch bemerkte sie, dass der Einkauf oft nicht den Stellenwert im Unternehmen bekam, den er verdiente. Das wollte und will sie unbedingt verändern. „Meine Überlegungen gingen schon früh in die Richtung, wie ich den Ruf des Einkaufs verbessern kann, um aufzuzeigen, wie wichtig diese Abteilung für das Gesamtunternehmen ist. Und, dass der Einkauf ein Erfolgsfaktor ist – nach innen wie nach außen“, sagt Tanja Dammann-Götsch. Ihr Weg führte sie aber zunächst weg vom Einkauf hinein in die Personalabteilung. „In diesen Abteilungen gibt es unbestreitbar interessante Aufgabengebiete aber mein Wunsch war klar – ‚Ich will in den Einkauf‘“, erinnert sie sich.

Mit ihrem starken Willen, dem unbedingten Ziel vor Augen und der Unterstützung ihres Mentors wurde Tanja Dammann-Götsch nach einem halben Jahr in der Personalabteilung zurück in den Einkauf versetzt. Die nächsten Schritte bestanden für sie in der kontinuierlichen Weiterbildung. Sie setzte sich intensiv mit den Herausforderungen des Einkaufs auseinander und eignete sich Zusatzqualifikationen an. Sie erinnert sich noch gut an die Aussage eines damaligen Dozenten, der ihr riet: „Frau Dammann, wenn Sie es im Einkauf zu etwas bringen wollen, dann müssen Sie in die Automobilindustrie.“ Sie überlegte nicht lange und sandte kurzerhand eine Initiativbewerbung an einen großen Automobilhersteller.

Die große „Einkaufsshow“

Nach ihrem Vorstellungsgespräch war Tanja Dammann-Götsch noch nicht einmal an der S-Bahn-Haltestelle als sie den entscheidenden Anruf bekam, dass das Unternehmen sie gerne im Team hätte.

Motiviert und voller Tatendrang kam sie am ersten Arbeitstag dort an: Ein Großraumbüro erwartete sie – ohne Fenster und mit einem penetranten Abgasgeruch. Rückblickend ging es für sie dort zu wie an der Börse, alle redeten durcheinander und warfen sich englische Begriffe zu. „Das war zwar so ganz anders als ich es mir vorgestellt habe, aber ich habe die Herausforderung hier zu arbeiten gerne angenommen“, erinnert sich Tanja Dammann-Götsch lachend. Als ein Meeting auf der Agenda stand, fragte sie eine Kollegin, die schon etwas länger im Unternehmen war, für was die englischen Abkürzungen standen und erntete nur ein Schulterzucken. Sie wusste selbst nicht, was da besprochen wurde. In diesem Moment war Tanja Dammann-Götsch klar, dass hier viel Show gemacht wurde, und sie beschloss sich auf die Basis, das Wesentliche zu konzentrieren: „Für mich war es immer wichtig, anzupacken und Ergebnisse zu liefern. Also legte ich meinen Fokus auf die zentralen Punkte.“ Mit dieser Einstellung kann sie rückblickend sagen, dass die fünf Jahre bei diesem Automobilhersteller das Beste war, was ihr passieren konnte. Sie übernahm viel Verantwortung, führte abteilungsübergreifende Teams und brachte in einer Zeit, in der noch niemand über Digitalisierung sprach, diese voran.

Ein entscheidender Aha-Moment

Wieder einmal stand eine taffe Verhandlung mit einem Lieferanten an und Tanja Dammann-Götsch ging zielstrebig in das Meeting. Als sie jedoch den Raum betrat, spürte sie sofort, dass heute etwas anders war. Die Stimmung war angespannt. „Mir saß ein Geschäftsführer aus der Metallbranche gegenüber. Schweißperlen zeichneten sich auf seiner Stirn ab. Mir war klar, dass jetzt keine klassische Verhandlung folgte“, berichtet Tanja Dammann-Götsch. Sie fragte nach, ob alles in Ordnung sei und mit einem tiefen Seufzen antwortete der Geschäftsführer: „Frau Dammann, ich bin ganz ehrlich. Wenn ich den Auftrag heute nicht bekomme, dann werden 200 Mitarbeiter entlassen.“ Diese Aussage schärfte noch einmal ganz entscheidend ihren Blick für die Wichtigkeit des Einkaufs und die damit verbundene Verantwortung. Es geht im Einkauf um viel mehr als nackte Zahlen, Daten und Fakten. Die unterschiedlichen Reaktionen der deutschen und internationalen Chefs zu dieser Situation zeigten ihr darüber hinaus, dass der weltweite Einkaufsmarkt ganz eigene Gesetze hatte.

Als der damalige Vorstand aus den USA nach Deutschland reiste, wurde dies nochmals deutlicher. Thema seines Besuchs war unter anderem, wie man die weltweit 800 Einkäufer weiterentwickeln könnte. Tanja Dammann-Götsch erhielt den Auftrag, eine Trainingsinitiative zu starten und dies in Angriff zu nehmen. „Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, diese Initiative zu leiten und Maßnahmen wie ein Train-the-Trainer-Programm auf die Beine zu stellen.“ Nach der Initiative hatte sie die Möglichkeit, in den Managementbereich des Automobilherstellers zurückzugehen. Da sie allerdings durch die Trainingsaufgaben viel persönliches von Einkäufern, Gruppenleitern und Managern erfahren hatte, passte diese Position nicht mehr für sie. Schon lange spielte sie mit dem Gedanken, sich selbstständig zu machen und jetzt war der richtige Zeitpunkt gekommen.

Training und Einkauf  

Tanja Dammann-Götsch absolvierte eine Ausbildung zur Trainerin und eine systemische Coachausbildung. Gemeinsam mit ihren Erfahrungswerten aus dem Einkauf war sie zur absoluten Expertin auf dem Gebiet geworden, gab Trainings und übernahm Beratungsmandate. „Ich hatte ebenfalls die Möglichkeit, als Resident Engineer zu arbeiten und Lieferanten aus dem Ausland zu unterstützten – über mehrere Jahre war ich internationale Vermittlerin am Markt und das leidenschaftlich gerne“, erzählt sie.

Internationale Erfahrung

Der Einkauf in der Automobilindustrie zählt zu den härtetesten Beschaffungsmärkten weltweit und verlangt einem vieles ab. Tanja Dammann-Götsch meisterte die anspruchsvollen Herausforderungen erfolgreich, vertiefte ihre Expertise im Einkauf weiter und etablierte sich als Expertin. Sie reiste durch die USA und schulte dort sowohl Einkäufer als auch Manager, sie beriet Zulieferer in der Automobilindustrie hinsichtlich strategischer Einkaufsfragen und was den Einkauf von morgen auszeichnet. Neben den USA war sie ebenfalls in Mexico, China und gesamt Europa unterwegs, um Unternehmen zu beraten. Eines der spannendsten Projekte, wie sie berichtet, war der Aufbau einer Produktion: „Wir errichteten eine (Vorserien-)Produktion mit einer Teststraße inklusive der Elektronik für einen Automobilhersteller in einer Verpackungshalle.“ Das Projekt war ein voller Erfolg und wurde anschließend über den großen Teich in die USA verschifft. Neben den technischen Aspekten flossen auch jede Menge Schweiß, Herzblut und Zeit mit ein.

In der Herausforderung liegt der Erfolg

Das Angebot für eine Elternzeitvertretung kam für sie wie gerufen. Sie war als Vice President im elektronischen Bereich tätig – ein Thema, das der international erfahrenen Einkäuferin sehr zusagte. Sie führte äußerst erfolgreich die Teams, doch als die Herausforderungen durch politische Spielchen zunahmen, war sie sich sicher: „Hier spiele ich nicht mit, meine Zeit und mein Know-how möchte ich an anderer Stelle effektiver einsetzen.“ Nach einem halben Jahr kehrte die Dame, die sie vertreten hatte, zurück und Tanja Dammann-Götsch verließ das Unternehmen. Sie ergriff die neue Chance und bildete sich zur „Digitalen Trainerin“ weiter, um ihr Wissen in diesem Bereich zu vertiefen und in ihr eigenes Business einzubringen – doch dann kam der März 2020 und mit ihm Corona …

Nichts ist so schlecht, dass es nicht für irgendwas gut ist

Seit Corona ist die Digitalisierung nicht mehr wegzudenken. Die Einkaufsexpertin beschäftigte sich schon lange mit diesem Thema und war überrascht, wie viele, auch große Unternehmen, sich mit der Umstellung auf digital schwergetan haben. „Die Digitalisierung bereitete vielen Sorge, doch gerade für den Einkauf ist es wichtig, auch digital verhandeln zu können. Insbesondere Führungskräfte werden sich daran gewöhnen müssen, MitarbeiterInnen über digitale Medien zu führen – auch nach Corona“, erläutert Tanja Dammann-Götsch.

Ihr Ziel ist es, gemeinsam mit ihren MitarbeiterInnen, den Einkauf zum Erfolgsfaktor im Unternehmen zu machen. „Unsere Vision ist es, durch die Verbindung von Fachwissen und Menschlichkeit, dem Einkauf eine neue Rolle im Unternehmen zu geben“, sagt Tanja Dammann-Götsch. Mit 25 Jahren Erfahrung im internationalen Einkauf, ihrer breit gefächerten Expertise und ihrem Gespür für Menschen wird das mit Sicherheit gelingen.


Tanja Dammann-Götsch

Der Einkauf ist die Leidenschaft von Tanja Dammann-Götsch. Ihr Ziel ist es, diesen neu aufzustellen – mit dem Menschen im Mittelpunkt. Als Ratgeberin gibt sie ihre eigene langjährige Berufserfahrung aus dem Management weiter und berät den Einkauf in Bezug auf Analysen, Konzeptionen, Strategien und Methoden. Mit einem klaren Blick von außen, gibt sie anregende Impulse und Ideen, die Herausforderungen des Einkaufs zu meistern und definiert gemeinsam mit ihren KundInnen verschiedene Lösungsvorschläge, die sich in der Praxis bereits bewährt haben.

Ob als Interimsmanagerin, in der Umsetzung von Projekten oder in der Begleitung von Transformationsprozessen –
Tanja Dammann-Götsch und ihre MitarbeiterInnen übernehmen die Rolle des Einkäufers oder Einkaufsleiters und bringen Ihren Einkauf auf das nächste Level Richtung Zukunft.

www.dammann-goetsch.consulting



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