| Ben Schulz

Die Kunst des Feedbackgebens: Eine Notwendigkeit für Führungskräfte

Feedback ist ein kraftvolles Werkzeug, das die Grundlage für eine gesunde Unternehmenskultur und den Erfolg eines Teams legt. Es ist der Schlüssel zur Verbesserung der Leistung, zur Förderung des persönlichen Wachstums und zur Entwicklung einer positiven Unternehmenskultur. Dennoch scheuen viele Führungskräfte den Prozess des Feedbackgebens aus verschiedenen Gründen. Wir werfen einen tieferen Blick auf das Dilemma, das Führungskräfte beim Feedbackgeben erleben, und geben konkrete Tipps, um ihre Fähigkeit zur effektiven Kommunikation zu stärken.
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Die Herausforderung: Feedbackgeben in der Führungsrolle

Auch wenn allgemeiner Konsens darüber besteht, dass konstruktives Feedback etwas Gutes ist, das sowohl Mitarbeitende als auch das Unternehmen voranbringt, sieht das in der Umsetzung oft anders aus. Der Feedbackgebungsprozess kann eine Herausforderung darstellen. Führungskräfte stehen oft vor verschiedenen Hürden, die sie davon abhalten, konstruktive Rückmeldungen zu geben. Von der Angst vor Konflikten über reine Ignoranz bis hin zu Zeitdruck und mangelnder Schulung gibt es viele Gründe, warum Feedback in vielen Organisationen unter dem Radar fliegt.

Mögliche Gründe für das Vermeiden von Feedback

Warum aber fällt es Führungskräften so schwer, Feedback zu geben? In der Welt der Führung ist Feedback ein Thema, das gerne einfach durch Schweigen übergangen wird. Die Gründe für diese Zurückhaltung sind vielfältig und sollen deshalb hier einmal beleuchtet werden:

  1. Die Angst vor Konflikten
    Führungskräfte zögern oft, Feedback zu geben, aus Angst vor Konflikten. Die Vorstellung, negative Reaktionen hervorzurufen oder persönliche Beziehungen zu belasten, kann zu einer mentalen Blockade führen. Es ist jedoch wichtig zu erkennen, dass konstruktives Feedback nicht trennt, sondern verbindet. Es ist ein Schlüsselinstrument zur Förderung des persönlichen und beruflichen Wachstums.
  2. Mangel an Schulung
    Viele Führungskräfte sind nie formal in den Techniken effektiven Feedbacks geschult worden. Diese Unsicherheit darüber, wie man ehrliches und förderliches Feedback gibt, führt zu Zurückhaltung. Organisationen können diese Lücke durch gezielte Schulungsprogramme und Workshops schließen, um eine Kultur der Offenheit und des konstruktiven Dialogs zu fördern.
  3. Die Illusion der Transparenz
    Die Annahme, dass Erwartungen und Leistungsbewertungen offensichtlich sind, verhindert oft das Erkennen der Notwendigkeit für explizites Feedback. Es ist entscheidend, regelmäßiges und deutliches Feedback zu einer integralen Bestandteil der Führungskommunikation zu machen.
  4. Zeit- und Druckfaktoren
    Die Annahme, dass Erwartungen und Leistungsbewertungen offensichtlich sind, verhindert oft das Erkennen der Notwendigkeit für explizites Feedback. Es ist entscheidend, regelmäßiges und deutliches Feedback zu einer integralen Bestandteil der Führungskommunikation zu machen.
  5. Fehlende Rezeptivität auf der Empfängerseite
    Die wahrgenommene oder tatsächliche Offenheit der Mitarbeiter gegenüber Rückmeldungen kann ein weiteres Hindernis sein. Dennoch ist es möglich, eine Unternehmenskultur zu schaffen, die Rezeptivität für Feedback fördert.

 

Konkrete Tipps zur Verbesserung des Feedbackprozesses

Nichtsdestotrotz ist das Geben von konstruktivem Feedback eine Kunst, die jede Führungskraft beherrschen sollte, um das volle Potenzial ihrer Teams zu entfalten. Im Folgenden stellen wir konkrete Tipps vor, wie Führungskräfte ihre Fähigkeiten im Feedbackgeben verbessern können, um eine Kultur der Offenheit, des Wachstums und der Zusammenarbeit zu fördern.

  1. Üben Sie aktives Zuhören:
    Verstehen Sie die Perspektive Ihres Gegenübers, bevor Sie Feedback geben. Aktives Zuhören baut Vertrauen auf und fördert offene Kommunikation.
  2. Verwenden Sie die Sandwich-Methode:
    Beginnen Sie mit positivem Feedback, fügen Sie konstruktive Kritik hinzu und schließen Sie mit weiterem positiven Feedback ab. Dies erhöht die Akzeptanz für das Feedback und motiviert zur Verbesserung.
  3. Setzen Sie klare Ziele:
    Nach dem Feedbackgespräch sollten konkrete, erreichbare Ziele festgelegt werden. Dies gibt dem Mitarbeiter eine klare Richtung und zeigt, dass das Feedback mit der Absicht der Förderung und Unterstützung gegeben wurde.

Das Geben von Feedback als Chance sehen

Feedback geben in der Führungsrolle ist kein einfaches Unterfangen, aber es ist entscheidend für die Entwicklung einer starken, leistungsfähigen und engagierten Belegschaft. Durch den Abbau von Barrieren und die Entwicklung einer offenen Feedbackkultur können Führungskräfte dazu beitragen, das volle Potenzial ihres Teams zu entfalten. Indem Führungskräfte die Bedeutung von konstruktivem Feedback erkennen und die notwendigen Fähigkeiten entwickeln, können sie eine Umgebung schaffen, in der Mitarbeiter wachsen, sich entwickeln und ihr volles Potenzial entfalten können. In diesem Sinne ist das Geben und Empfangen von Feedback keine einfache Aufgabe, aber es ist eine unerlässliche Kompetenz für jeden, der eine Führungsrolle innehat.


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