Beispiel Unternehmensleitbild: Im Gespräch mit Jochen Blöcher zum Thema Leitbildentwicklung

Authentisch und erlebbar – so muss ein Leitbild sein

Die Ben Schulz & Partner AG begleitete die Jochen Blöcher GmbH, bekannt durch ihre hochentwickelte eplas-Software im Bereich Arbeitssicherheit, bei deren Leitbildentwicklung. Gestartet im Jahr 2000 als Einzelunternehmen, beschäftigt die Jochen Blöcher GmbH mittlerweile mehr als 80 Mitarbeitende und betreut KundInnen in der gesamten DACH-Region. Das Unternehmen stellt die MitarbeiterInnen, KundInnen und PartnerInnen in den Mittelpunkt. Alle sind Teil eines wertschätzenden, familienfreundlichen und modernen Teams. Daher wurde die Jochen Blöcher GmbH als Betrieb des Monats Januar 2021 ausgezeichnet.

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Auszug aus dem Unternehmensleitbild der Jochen Blöcher GmbH

„Herr Blöcher: Was war der Auslöser bei Ihnen im Unternehmen, dass Sie sich mit dem Thema Leitbild befasst haben? Warum sagten Sie: Jetzt brauchen wir ein Leitbild?“

„Das war tatsächlich eine Folge aus diversen Überlegungen heraus. Wir stellten uns die Frage: Wie nehmen uns unsere KundInnen wahr? Wie nehmen uns Interessenten am Markt wahr? Und daraus ergab sich die Fragestellung: Wie wollen wir wahrgenommen werden? Und was oder wer sind wir dann? Im Grunde stolperten wir von einer Fragestellung in die nächste und kamen zu dem Schluss, dass wir unseren Markenauftritt angehen sollten. Wie soll er sein? Wer sind wir eigentlich? Und wie wollen wir uns positionieren? Über diese Fragestellungen sind wir dann tatsächlich zu den Anfängen zurückgekehrt und haben festgestellt: Im Grunde fehlt es uns an den elementaren Grundlagen, nämlich an einem aktuellen Leitbild, mit dem wir uns als Team und Unternehmen identifizieren. Schnell war uns klar, wir fangen jetzt nicht einfach irgendwo mittendrin bei einem Prozess an, sondern vorne bei der Identifikation und Positionierung.“

„Wie wichtig ist Ihr Leitbild für Ihr Unternehmen?“

„Tatsächlich haben wir den Wert des Leitbildes oder die Wichtigkeit des Leitbildes im Arbeitsprozess erst so richtig schätzen gelernt. Wir haben das Leitbild im Team gemeinsam entwickelt. Für viele war bis dahin das Leitbild etwas, das in Unternehmen irgendwo an der Wand hängt, welches von der Unternehmensleitung oder einem externen Berater entwickelt wurde und in einem dekorativen Rahmen steckt. Aber es wird nicht gelebt, in keinster Weise. Und der Punkt der Erlebbarkeit war uns besonders wichtig im gesamten Prozess. Wir haben gemerkt, wie wichtig es ist, ein richtiges, ein authentisches Leitbild zu haben, was aus dem Team erwächst. Was zu dem passt, was wir machen und wofür wir stehen. Dies ist der Wert, den wir erkannt haben. Und der wurde quasi mit jedem Tag, den wir mit Herrn Schulz gearbeitet haben, höher und deutlicher.“

„Wie haben Sie Ihr Leitbild entwickelt?“

„Nachdem wir intern den Entschluss gefasst hatten, ein Leitbild zu entwickeln, kamen sofort die nächsten Fragen auf. Wie machen wir das jetzt? Mache ich das als Geschäftsführer alleine oder ziehe ich mehrere Personen aus der Firma hinzu? Wurschteln wir uns alleine durch oder ziehen wir einen Experten zu Rate? Schnell war klar, dass wir die Entwicklung unseres Leitbilds im Team angehen. Und ebenso schnell war die Entscheidung gefallen, Ben Schulz als Profi mit an Bord zu nehmen. Auf interner Seite war mir besonders wichtig, dass der Führungskreis an der Entwicklung beteiligt war. Zudem beteiligten wir einen unserer Handelsvertreter an unserer Leitbildentwicklung. Dies mag vielleicht etwas ungewöhnlich sein, aber er ist ein sehr guter und langjähriger Freund, der in der Berliner Ecke unsere Software verkauft. Und für uns gehört er einfach dazu. Er hat unglaublich viel Erfahrung im Bereich Vertrieb und einen externen Blick auf uns. Schließlich ist das Leitbild ja nicht nur für uns intern, sondern auch für die Außenwirkung.

Als das Leitbild dann stand, haben wir es unseren Mitarbeitenden vorgetragen und alle Reaktionen und Fragen aufgenommen und gelöst. Das war eine sehr gute und sehr positive Erfahrung, dass man in der großen Runde schauen konnte: Ist denn das, was wir erarbeitet haben, alltagstauglich? Es war eine wahnsinnig bereichernde Zeit.“

„Wie sieht die Kern-DNA Ihres Leitbildes aus?“

„Ich glaube tatsächlich, dies ist bei uns der Bereich, bei dem es um Sicherheit und den verantwortungsvollen Umgang mit Menschen geht. Das ist der Teil des Leitbilds, der bei uns allen, glaube ich, am tiefsten verankert ist, den alle in sich tragen und der uns gemeinsam verwurzelt. Wir haben alle ein sehr großes Bedürfnis danach, dass wir wertschätzend miteinander umgehen, sowohl untereinander als auch mit unseren KundInnen und PartnerInnen. Genauso wollen wir natürlich auch, dass man mit uns umgeht. Dieses Sicherheitsdenken wurde in den letzten beiden Jahren auf eine harte Probe gestellt. Daher liegt es mir umso mehr am Herzen, dass wir gemeinsam eine Sicherheit für uns als Unternehmen, aber auch für unsere KundInnen schaffen können. Ich glaube, das ist der Teil, der tatsächlich uns alle am intensivsten verbindet. Wir können uns in unserem Unternehmen auf einander verlassen, unsere KundInnen und PartnerInnen können sich auf uns verlassen. Und auch wenn es im familiären Umfeld mal problematisch ist, wenn man sich um Kinder oder pflegebedürftige Angehörige kümmern muss, Sorgen hat … wir als „Familie“ stehen miteinander auch solche Zeiten durch.“

„Wie haben Sie bislang die Einhaltung des Leitbildes kontrolliert?

„Derzeit befinden wir uns noch in der Phase der Kommunikation des Leitbildes an die Mitarbeitenden. Was wir allerdings bereits jetzt bei allen Entscheidungen und Prozessen in den Bereichen Kommunikation, Vertrieb, Recruiting und Leadership machen, ist direkt zu schauen: Passt das zum Leitbild? Die Ben Schulz & Partner AG hat uns den von ihnen entwickelten Leitbild-Profiler zur Verfügung gestellt. Dieser ist für uns inzwischen ein tägliches Werkzeug geworden, um zu prüfen, ob die jeweilige Entscheidung konform mit den Aussagen des Leitbildes geht. Oder auch, ob die Entscheidungen zu unserer Strategie, wie wir uns darstellen und miteinander umgehen wollen, passt. Das ist tatsächlich nach der Entwicklung des Leitbildes bei den meisten schon in Fleisch und Blut übergegangen. Egal was wir tun, wir halten uns immer wieder unsere Überzeugungen vor Augen und schauen: Passt das? Ist das die Art und Weise, wie wir damit umgehen wollen?“

„Wie wichtig ist für Sie die Messbarkeit des Leitbildes?“

„Im Grunde stellt das Leitbild für uns die Leitplanken dar, nach denen wir agieren. Wenn wir jetzt feststellen, es ist etwas passiert oder eine Entscheidung wurde getroffen, die nicht in diese Leitplanken passt, müssen wir sofort eine neue und passende Lösung finden. Der Leitbild-Profiler ist uns da eine enorme Hilfe. Das ist bei ‘kleinen’ Dingen so, aber auch bei ganz großen Entscheidungen. Würde ein Unternehmen aus der Rüstungsindustrie an uns herantreten, die unsere Software einsetzen wollen, dann lehnen wir den Auftrag ab. Das passt für uns nicht zu unserem Leitbild, nicht zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Umwelt. Das sind Dinge, die funktionieren einfach nicht. Jetzt kann man sagen, Landesverteidigung ist auch ein verantwortungsvoller Umgang. Aber das Herstellen von Waffen ist für uns etwas, das wir nicht aktiv unterstützen möchten. Und da würde der Leitbild-Profiler sofort Alarm schlagen.“

„Was erhoffen Sie sich von dem Leitbild-Score?“

„Mir war gar nicht bewusst, dass man das tatsächlich so gut messen kann. Aber durch den Leitbild-Profiler ist eine Messung perfekt umsetzbar. Er ist für uns bereits jetzt Teil des Tagesgeschäfts geworden. Wichtig ist im Grunde der immer wiederkehrende Blick auf den Kompass, ob wir noch richtig unterwegs sind oder nicht. Natürlich wird man mit der Zeit, das merken wir jetzt schon beim Planen von Aktionen, immer ein kleines bisschen besser und bekommt ein besseres Gefühl dafür, aber bislang ist er eines unserer wichtigsten Werkzeuge. Er zeigt, wann wir zu dicht an die Leitplanken geraten und wie wir wieder in die goldene Mitte kommen. Einfach toll.“

„Wenn die ‘Messung’ bereits stattgefunden hat: Wie war das Ergebnis und waren Sie überrascht?“

„Nun, überrascht würde ich nicht sagen. Es war eine Mischung aus Neugier und Aktionsdrang. Aber genau dafür machen wir ja das mit dem Leitbild-Score. Um zu schauen: Sind wir auf Kurs oder nicht. Nur so macht das Thema Leitbild für uns Sinn. Alltagstauglich, lebendig und passgenau. So verstaubt auch nichts in einem Bilderrahmen.“

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Das Wichtigste in Kürze

Firma:
Jochen Blöcher GmbH, 80 Mitarbeitende, Softwareunternehmen

Ausgangssituation:
In 22 Jahren sehr schnell gewachsen, Markenauftritt sollte überarbeitet werden, grundlegende Kenntnis über Firmenidentität und -selbstverständnis fehlte

Lösungsansatz:

  • Prozess zur Leitbildentwicklung
  • Einsatz des Leitbild-Profilers in der Implementierungsphase

Ergebnis:
Klare Ausrichtung auf gemeinsame Werte und Inhalte: „Im Grunde stellt das Leitbild für uns die Leitplanken dar, nach denen wir agieren. Wenn wir jetzt feststellen, es ist etwas passiert oder eine Entscheidung wurde getroffen, die nicht in diese Leitplanken passt, müssen wir sofort eine neue und passende Lösung finden.“
Jochen Blöcher

Erfolgsfaktoren:
Der Leitbild-Score zeigt: „Sind wir auf Kurs oder nicht. Nur so macht das Thema Leitbild für uns Sinn. Alltagstauglich, lebendig und passgenau. So verstaubt auch nichts in einem Bilderrahmen.“
Jochen Blöcher


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Durch unser starkes und kontinuierliches Wachstum war eine Überarbeitung unseres Unternehmensleitbildes notwendig. In Vorbereitung der gemeinsamen Erarbeitung mit einem Teil unseres Führungsteams konnte ich mit Ben Schulz meine eigenen Ziele als Unternehmer erarbeiten. Ben hat mir geholfen, Klarheit zu meinen Zielen und der Strategie der nächsten Jahre zu erhalten, so dass ich meine Entscheidungen einfacher gegen diese Ziele abgleichen und damit besser entscheiden kann."

Jochen Blöcher, Geschäftsführer Jochen Blöcher GmbH


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Leitbild Infopaket – Der schnelle Überblick zum Thema Leitbild